Infrastruktur

GiroCode API: Rechnungen ohne Tippfehler

4 Min. Lesezeit

Ein schwebendes Rechnungsblatt, dessen leuchtendes Quadrat-Raster sich in Partikel auflöst und zu einem Smartphone fließt

Eine Zahlung liegt auf dem Konto, aber niemand weiß, wozu sie gehört. Kein Verwendungszweck, eine Ziffer in der Rechnungsnummer vertauscht, der Betrag krumm. Also sucht jemand in der Buchhaltung eine halbe Stunde, ruft am Ende beim Kunden an, und der wundert sich, weil er doch längst überwiesen hat. Eine GiroCode API setzt genau an dieser Stelle an: Sie nimmt dem Kunden das Abtippen ab, bevor der Fehler überhaupt entstehen kann.

Der Fehler passiert beim Abtippen

Die Ursache sitzt selten im System, sondern in der Handbewegung davor: 22 Stellen IBAN, ein Betrag, ein Verwendungszweck, abgetippt vom Papier oder vom PDF ins Online-Banking. Jede dieser Zeilen ist eine Gelegenheit für einen Zahlendreher.

Dafür gibt es seit Jahren eine europäische Antwort: den GiroCode, technisch ein QR-Code nach dem Standard EPC069-12 des European Payments Council. Er enthält Empfänger, IBAN, Betrag und Verwendungszweck. Der Kunde öffnet seine Banking-App, hält die Kamera auf die Rechnung, und das Überweisungsformular ist ausgefüllt. Er prüft und bestätigt, mehr nicht.

Was eine GiroCode API im Ablauf übernimmt

Der Nutzen liegt auf beiden Seiten: Der Kunde zahlt schneller, weil die Hürde kleiner ist. Und Sie bekommen Zahlungen, die sich zuordnen lassen, weil der Verwendungszweck stimmt, jedes Mal.

Der Haken ist nie der Code selbst, sondern die Stelle, an der er entsteht. Rechnungen kommen aus der Warenwirtschaft, aus dem Shop oder aus der Rechnungssoftware, oft aus mehreren davon. Ein Bild von Hand einzukleben skaliert nicht.

Deshalb haben wir die GiroCode API gebaut: eine Schnittstelle, die aus IBAN, Betrag und Verwendungszweck einen fertigen Code liefert, als SVG, PNG oder JPG, in Millisekunden, mit Prüfung der IBAN, bevor überhaupt etwas erzeugt wird. Angebunden wird sie dort, wo die Rechnung entsteht:

  • im ERP oder der Warenwirtschaft, direkt in die Rechnungsvorlage
  • im Shop, wenn per Vorkasse oder Rechnung bezahlt wird
  • in der Rechnungssoftware oder im Serienbrief der Buchhaltung

Was in der Praxis darüber entscheidet, ob es funktioniert

Der Code selbst ist in einer halben Stunde eingebaut. Die Fragen, an denen ein solches Vorhaben tatsächlich hängt, sind andere, und es lohnt sich, sie vorher zu klären:

Wo genau steht der Code auf der Rechnung? Neben der Bankverbindung, nicht in der Fußzeile. Wer ihn dorthin setzt, wo das Auge ohnehin nach der IBAN sucht, spart sich jede Erklärung. Ein kurzer Hinweis daneben („Mit der Banking-App scannen“) erhöht die Nutzung spürbar, gerade beim ersten Mal.

Stimmt der Verwendungszweck mit dem überein, was Ihre Buchhaltung erwartet? Der ganze Gewinn entsteht nur, wenn der Text im Code exakt der Referenz entspricht, nach der Ihr System später sucht. Wer hier großzügig formuliert, hat den Code eingebaut und trotzdem weiter Handarbeit.

Was passiert bei Teilzahlungen und Gutschriften? Ein fester Betrag im Code ist bequem, aber bei Ratenzahlung oder offenen Posten hinderlich. In dem Fall lässt man den Betrag weg. Der Kunde trägt ihn selbst ein, IBAN und Verwendungszweck bleiben trotzdem fehlerfrei.

Wer erzeugt den Code, der Server oder das Layout? Wir empfehlen den Server: Dann existiert der Code auch dann, wenn die Rechnung später erneut erzeugt, als PDF archiviert oder per Mail versendet wird.

Häufige Fragen

Funktioniert das mit jeder Banking-App?

Mit den gängigen deutschen Banking-Apps ja. Der GiroCode ist ein offener Standard und kein Angebot eines einzelnen Anbieters. Wer die App nicht nutzt, überweist wie bisher; der Code steht zusätzlich auf der Rechnung, er ersetzt die Angaben nicht.

Ist das eine Zahlungsabwicklung?

Nein, und das ist der angenehme Teil. Es fließt kein Geld über uns, es gibt keinen Zahlungsdienstleister dazwischen und keine Provision je Vorgang. Der Code ist nur eine besser lesbare Form Ihrer eigenen Bankverbindung.

Was ist mit den Daten auf der Rechnung?

Der Code wird aus den Angaben erzeugt, die ohnehin auf der Rechnung stehen. Betrieben wird die Schnittstelle auf unserer eigenen Infrastruktur in Deutschland, oder auf Wunsch in Ihrer Umgebung, wenn die Rechnungsdaten das Haus nicht verlassen sollen.

Wie wir das angehen

Solche Bausteine sind typische Individualsoftware: klein im Umfang, aber genau an der Stelle, an der es täglich hakt. Gebaut, damit sie sich anbinden lassen, nicht als weiteres Programm, das jemand zusätzlich öffnen muss. Wer es zuerst ausprobieren will, findet die Schnittstelle samt Dokumentation unter girocode-api.de.

Wenn Sie wissen wollen, ob sich das in Ihre Rechnungsstrecke einfügt: Sagen Sie uns, womit Sie Rechnungen schreiben. Ob es ein Nachmittag oder ein Projekt wird, sagen wir Ihnen ehrlich. Sprechen Sie uns an.

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Hashfox GmbH

Geschrieben vom Hashfox-Team, aus laufenden Projekten, nicht vom Reißbrett.

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