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Produktbilder für Marktplätze automatisch aufbereiten

4 Min. Lesezeit

Ein Produktfoto löst sich vom Hintergrund, die Silhouette zerfällt in leuchtende Partikel, daneben ordnen sich freigestellte Produktbilder in einem Raster

Sie fotografieren eine neue Kollektion, und dann fängt die eigentliche Arbeit an: Produktbilder automatisch freistellen wäre schön. Tatsächlich sitzt jemand da und setzt sie von Hand auf Weiß, schneidet für den einen Kanal quadratisch zu, für den nächsten hochkant, komprimiert, benennt. Bei dreißig Artikeln ist das ein Nachmittag. Bei dreihundert ist es eine Woche, die niemand eingeplant hat, und am Ende sind die Bilder der Grund, warum ein Artikel noch nicht online ist.

Warum ein Bild nie nur ein Bild ist

Jeder Verkaufskanal hat eigene Regeln. Amazon verlangt beim Hauptbild einen reinweißen Hintergrund und einen Mindestanteil, den das Produkt im Rahmen einnimmt. Andere Marktplätze schreiben Seitenverhältnisse und Mindestkantenlängen vor. Der eigene Shop hat keine Vorschrift, aber ein Ladezeit-Budget, und ein 4-MB-Foto aus der Kamera frisst es allein auf.

Wer auf vier Kanälen verkauft, bearbeitet dasselbe Foto also viermal. Die üblichen Werkzeuge lösen dabei immer nur einen Teil: eines stellt frei, ein zweites komprimiert, ein drittes skaliert, und die Artikelbeschreibung tippt am Ende doch ein Mensch.

Produktbilder automatisch freistellen: als Kette statt in fünf Werkzeugen

Der Ausweg ist keine bessere Einzelfunktion, sondern ein durchgehender Ablauf: hochladen, freistellen, skalieren, komprimieren, beschriften. In einem Durchgang, für einen ganzen Stapel, mit gespeicherten Voreinstellungen je Kanal.

Genau dafür haben wir PicClean gebaut, unsere eigene Plattform für Produktbilder. Fünf KI-Modelle arbeiten darin zusammen: eines trennt Produkt und Hintergrund, eines vergrößert kleine Aufnahmen ohne sichtbaren Qualitätsverlust, eines beschreibt, was zu sehen ist, eines formuliert daraus Text für die Artikelseite. Für Amazon, eBay, Etsy, Shopify, Zalando und Otto sind die Vorgaben als Voreinstellung hinterlegt.

Der Punkt, auf den es uns ankam: Das läuft auf eigener Hardware. Keine Abrechnung je Bild, keine Warteschlange bei einem fremden Dienst, und die Aufnahmen einer noch nicht veröffentlichten Kollektion bleiben im Haus.

  • Voreinstellung je Kanal einmal festlegen, danach nur noch auswählen
  • Stapel hochladen statt Bild für Bild öffnen
  • Ergebnisse dort prüfen, wo es drauf ankommt, nicht überall

Was das im Sortiment ausmacht

Rechnen Sie es an Ihrem eigenen Katalog nach. Ein Händler mit 300 neuen Artikeln im Jahr, vier Bildern je Artikel und vier Kanälen kommt auf rund 4.800 Bildvarianten. Bei zwei Minuten Handarbeit je Variante sind das etwa 160 Stunden, vier Arbeitswochen, verteilt über das Jahr, meist in den Abenden vor einem Launch.

Der teurere Posten ist aber nicht die Zeit, sondern die Verzögerung. Ein Artikel, dessen Bilder noch fehlen, verkauft nicht. In saisonalen Sortimenten (Garten im März, Heizung im Herbst) entscheidet ein verlorener Monat über die halbe Saison.

Und dann gibt es noch den stillen Schaden: Uneinheitlichkeit. Wenn drei Personen über zwei Jahre freistellen, sitzt das Produkt mal mittig, mal am Rand, mal auf reinem Weiß, mal auf einem Hauch Grau. Auf der Kategorieseite sieht man das sofort, auch wenn niemand benennen kann, woran es liegt. Eine Voreinstellung, die für alle gilt, löst dieses Problem nebenbei mit.

Wo Automatisierung anfängt und wo sie aufhört

Sinnvoll ist der Weg, wenn viele Bilder in kurzer Zeit anfallen, die Kanäle unterschiedliche Vorgaben haben oder die Aufnahmen vor dem Launch vertraulich sind. Nicht sinnvoll ist er bei einer Handvoll Artikel im Quartal, dann ist ein Nachmittag Handarbeit schlicht billiger als jede Einrichtung.

Die ehrliche Grenze verläuft beim Anspruch ans einzelne Bild: Ein Katalog-Titelbild, das ein Fotograf inszeniert hat, bleibt Handarbeit. Die 4.799 anderen Varianten sind Fließbandarbeit, und genau die gehört automatisiert.

Häufige Fragen

Ersetzt das den Fotografen?

Nein, es ersetzt die Nacharbeit. Licht, Aufbau und Bildidee bleiben Handwerk. Das Freistellen, Zuschneiden und Komprimieren danach ist stur genug für eine Maschine.

Was ist mit schwierigen Motiven wie Glas, Fell oder Schmuck?

Die schafft kein Modell zuverlässig auf Anhieb. Deshalb ist die Sichtprüfung Teil des Ablaufs: Der Stapel läuft durch, die Ausreißer korrigiert ein Mensch. Bei einem typischen Sortiment ist das eine Minderheit der Bilder.

Muss das auf unserer eigenen Hardware laufen?

Muss es nicht. Es ist der Weg, den wir empfehlen, wenn viele Bilder anfallen oder Aufnahmen vor dem Launch vertraulich sind. Wo ein Cloud-Dienst besser passt, sagen wir das genauso. Die Frage ist, was in Ihrem Fall schneller und günstiger ist.

Wie wir das angehen

PicClean ist aus einem Kundenproblem entstanden, nicht aus einer Produktidee: zu viele Artikel, zu wenig Zeit für Bilder. Der Baukasten dahinter (Modelle, Warteschlange, Skalierung bei Last) ist derselbe, aus dem wir Shops und ihre Anbindungen bauen, und dieselbe Denkweise, mit der wir KI im eigenen Haus betreiben.

Wenn bei Ihnen die Bilder der Flaschenhals sind: Sagen Sie uns, wie viele Artikel im Monat dazukommen und über wie viele Kanäle sie laufen. Daraus lässt sich in einem Gespräch abschätzen, ob sich die Automatisierung rechnet. Sprechen Sie uns an.

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Hashfox GmbH

Geschrieben vom Hashfox-Team, aus laufenden Projekten, nicht vom Reißbrett.

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